In den vergangenen sechs Wochen hat mich Nikolas Bernstorff als erster Praktikant meines Büros bei der Arbeit unterstützt. Seinen Praktikumsbericht können Sie hier lesen:

Praktikumsbericht

Ereignisreiche Wochen liegen hinter mir, deren Verlauf ich mir bei meiner Bewerbung vor einigen Monaten so nicht hätte vorstellen können. Damals hatte ich zwar gehofft, einige Einblicke in die Arbeit eines Abgeordneten zu bekommen, mich aber innerlich schon auf das tägliche Kaffeekochen eingestellt.

In Berlin angekommen, wurde ich allerdings schon am ersten Tag eines besseren belehrt. Nach nur einer Stunde im Büro – ich hatte gerade erst damit begonnen, mich im bundestagsinternen Intranet zurechtzufinden – wurde ich bereits auf die erste von vielen Konferenzen mitgenommen: „Künstliche Intelligenz und der Arbeitsplatz von morgen“. Danach folgten, wie so oft, interessante Gespräche mit anderen Gästen der Veranstaltung. Am Abend stieg ich dann etwas erschlagen, aber sehr zufrieden in mein Bett. Danach folgten täglich ähnliche Vorträge und Diskussionen. Ob es um die Gefahren in der Tschadseeregion, Arbeitsflexibilisierung, die Rentenpolitik, Europa oder die Sozialpolitik ging, ich durfte immer in vorderster Reihe dabei sein. Die Redner waren meist Abgeordnete, Minister, Professoren oder hochrangige Vertreter der Wirtschaft. Nach fast jeder Veranstaltung hatte ich die Möglichkeit, mich bei Getränken und Snacks mit den anderen Teilnehmern und Besuchern austauschen.

An den „Innendiensttagen“ im Büro befasste ich mich mit Berichten über die besuchten Veranstaltungen und mit Recherchen zu allerhand Themen. Es ging um Kongressabgeordnete der USA, die kanadische Einwanderungspolitik, die Integration von Migranten in den deutschen Arbeitsmarkt, das Jagdgesetz oder juristische Sachverhalte in Bezug auf Gesetzesänderungen, alle politischen Bereiche waren vertreten.

In meinen letzten zwei Wochen bekam ich dann zusätzlich noch die Chance, eine Plenarsitzung in der Haushaltswoche zu beobachten und an mehreren Arbeitskreis-, Arbeitsgemeinschafts- und Ausschusssitzungen teilzunehmen.

Abschließend lässt sich sagen, dass ich vorher nicht damit gerechnet hatte, in diesem Maße in die Prozesse innerhalb eines Abgeordnetenbüros miteinbezogen zu werden. Besonders die immer wiederkehrenden informativen Veranstaltungen und neuen Rechercheaufträge waren sehr interessant, da ich ständig auf dem neuesten Stand gehalten wurde und mich eingehend mit Themen beschäftigen konnte, die ich anders vielleicht nie kennengelernt hätte.